PAMOJA - GEMEINSAM - Verein für int. Zusammenarbeit
PAMOJA - TOGETHER - Association for Intl. Cooperation
ÜBER UNS

Erfahren Sie mehr über unsere Geschichte weiter unten! 

Medieninhaber:

PAMOJA – GEMEINSAM – Verein f. int. Zusammenarbeit
Gregor-Mendelstraße 12-14/ 2/ 3
1180 Wien

Österreich
Tel: +43 650 533 88 27
Email: office(at)pamoja.at

ZVR-Zahl: 306 761 974

Vorstand:

Vorsitz: Wolfgang Rausch
Stv. Vorsitz: Senka Sokolovic
Schriftführer: Fabian Wirnsperger
Kassier: Gottfried Mernyi
Stv. Kassierin: Beate Dietrich 

Vereinszweck:

Förderung und Unterstützung von sowie Medienarbeit für zivilgesellschaftliche Basisinitiativen, die sich in den Bereichen Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Recht auf Gesundheit und Bildung oder im Kampf gegen Korruption engagieren.

PAMOJA’s Geschichte:

„PAMOJA-Gemeinsam“ wurde 2008 von engagierten UnterstützerInnen der tansanischen HIV und AIDS-Selbsthilfegruppe PIUMA gegründet, um HIV-positive PatientInnen in Ihrem Kampf um die Achtung des Menschenrechts auf ärztliche Versorgung personell, finanziell und durch intensive Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Viele unserer Mitglieder arbeiten bereits seit 2005 eng und in persönlichem Kontakt mit PIUMA zusammen.

Die Ziele von PAMOJA und PIUMA sind, HIV-positiven Menschen in Tansania eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung entsprechend dem Menschenrecht auf ärztliche Versorgung zu ermöglichen sowie die Einhaltung und Achtung dieses Rechts durch den Staat, die Kirche sowie im Gesundheitsbereich tätige Hilfsorganisationen und Unternehmen zu erwirken.

Um eine gute Qualität medizinischer Versorgung künftig sicherstellen zu können, bekämpfen PAMOJA und PIUMA gemeinsam die Korruption im staatlichen und kirchlichen Gesundheitswesen und fordern mehr Transparenz und Kontrolle in der Entwicklungszusammenarbeit.

PIUMA wurde 2005 in Bulongwa im tansanischen Bezirk Makete von HIV-positiven Menschen mit dem Ziel gegründet, die lokale Bevölkerung über HIV/AIDS und über die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung aufzuklären. Viele Menschen folgten daraufhin dem Rat der Gruppe und ließen sich im örtlichen Krankenhaus, dem Bulongwa Lutheran Hospital, testen. Die Mitglieder von PIUMA waren die ersten Menschen in der Region, die sich zu ihrer Erkrankung öffentlich bekannten. Durch ihre Aktivitäten haben sie in wenigen Jahren erreicht, dass HIV-positive Menschen gesellschaftlich nicht mehr geächtet werden und sich nunmehr viele Menschen testen und behandeln lassen.

Obwohl seit 2005 antiretrovirale Medikamente in Tansania frei erhältlich sind, haben die Mitglieder PIUMAs sowie alle anderen HIV-positiven Menschen in der Region Bulongwa im tansanischen Bezirk Makete keinen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Behandlung.

Über mehrere Jahre wurden im Bulongwa Lutheran Hospital der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias sowohl staatliche Subventionen als auch kirchliche Spendengelder aus Europa von MitarbeiterInnen der Kirche veruntreut.

Des Weiteren hat der tansanische Staat die Nutzung von CD4-Zählern, das sind wichtige Laborgeräte zur Untersuchung des Immunsystems von HIV-PatientInnen, reguliert. So darf ausschließlich der CD4-Zähler der Marke FACSCount des US-amerikanischen Medizintechnikunternehmens Becton Dickinson & Co.  verwendet werden. Verglichen mit Konkurrenzprodukten ist der FACSCount für Entwicklungsländer jedoch ungeeignet, da er hohe laufende Kosten verursacht, die Wartung kompliziert ist und HIV-positive Kinder unter 5 Jahren mit diesem CD4-Zähler nicht getestet werden können. Unabhängige Untersuchungen des tansanischen Gesundheitsministeriums haben ergeben, dass im Zuge des Zulassungsverfahrens ein kostengünstigerer und besserer CD4-Zähler sabotiert worden war, um eine Einführung des Laborgeräts am tansanischen Markt zu verhindern. Die Untersuchungen legten ferner nahe, dass hierfür Bestechungsgelder geflossen sind.

Die Veruntreuungen von Ressourcen und internationalen Hilfsgeldern sowie die Monopolisierung des FACSCount erschweren HIV-PatientInnen in Tansania den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen und lebensrettenden Therapie.

PIUMA war die erste HIV/AIDS-Selbsthilfegruppe in der Region, die staatliche und kirchliche Autoritäten für ihr Handeln öffentlich kritisiert und zur Einhaltung des Menschenrechts auf medizinische Versorgung aufgefordert hat. In der Vergangenheit hat PIUMA zahlreiche öffentliche Protestaktionen gegen Korruption veranstaltet und eine Reform des Gesundheitswesens verlangt. Dank des Engagements PIUMAs wurde das Thema der Korruption auch von tansanischen und internationalen Medien aufgegriffen.

Um die Mitglieder PIUMAs für ihren Einsatz gegen Korruption im staatlichen und kirchlichen Gesundheitswesen zu bestrafen, beendeten die Leitungen des Bulongwa Lutheran Hospitals und der Südzentraldiözese im April 2006 unter Anwendung von Gewalt ein erfolgreiches HIV und AIDS-Behandlungsprojekt, in dem die Mitglieder der Selbsthilfegruppe einerseits behandelt wurden, im Bereich der Prävention aber auch selbst mitgearbeitet hatten. Seither verweigert die Evangelisch-Lutehrische Kirche in Tansania den Mitgliedern PIUMAs das Menschenrecht auf adäquate medizinische Versorgung. Mindestens 70 PatientInnen – zum Großteil Mitglieder der Selbsthilfegruppe- sind in Folge dieser Menschenrechtsverletzung gestorben. 

Obwohl die Evangelisch-Lutherischen Partnerorganisationen der ELCT in Europa und den USA sowie zahlreiche, im Bezirk Makete tätige, internationale NGO’s über die gewaltsame Beendigung des HIV-Behandlungsprojekts im Bulongwa Lutheran Hospital informiert wurden, hat keine dieser Organisationen für die HIV-PatientInnen in Bulongwa Partei ergriffen.

Für PAMOJA stellen Korruption im Gesundheitswesen, mangelhafte Kontrolle und Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit sowie fragwürdige Geschäftspraktiken internationaler Firmen die größten Hindernisse für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von HIV-PatientInnen in Tansania dar.

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