![]() PAMOJA - GEMEINSAM - Verein für int. Zusammenarbeit PAMOJA - TOGETHER - Association for Intl. Cooperation |
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| „PAMOJA-Gemeinsam“ wurde 2008 von engagierten UnterstützerInnen der tansanischen HIV und AIDS-Selbsthilfegruppe PIUMA gegründet, um HIV-positive PatientInnen in Ihrem Kampf um die Achtung des Menschenrechts auf ärztliche Versorgung personell, finanziell und durch intensive Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Viele unserer Mitglieder arbeiten bereits seit 2005 eng und in persönlichem Kontakt mit PIUMA zusammen. Die Ziele von PAMOJA und PIUMA sind, HIV-positiven Menschen in Tansania eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung entsprechend dem Menschenrecht auf ärztliche Versorgung zu ermöglichen sowie die Einhaltung und Achtung dieses Rechts durch Staat, Kirche und Gesellschaft zu erwirken. Um eine gute Qualität medizinischer Versorgung zukünftig sicherstellen zu können, bekämpfen PAMOJA und PIUMA gemeinsam die Korruption im staatlichen und kirchlichen Gesundheitswesen und fordern mehr Transparenz und Kontrolle in der Entwicklungszusammenarbeit. PIUMA wurde 2005 in Bulongwa im tansanischen Bezirk Makete von HIV-positiven Menschen mit dem Ziel gegründet, die lokale Bevölkerung über HIV/AIDS und über die Möglichkeit der medikamentösen Behandlung aufzuklären. Viele Menschen folgten daraufhin dem Rat der Gruppe und ließen sich im örtlichen Krankenhaus testen. Die Mitglieder von PIUMA waren die ersten Menschen in der Region, die sich zu ihrer Erkrankung öffentlich bekannten. Durch ihre Aktivitäten haben sie in wenigen Jahren erreicht, dass HIV-positive Menschen gesellschaftlich nicht mehr geächtet sind und sich nunmehr viele Menschen testen und behandeln lassen. Obwohl seit 2005 antiretrovirale Medikamente in Tansania frei erhältlich sind, befinden sich die Mitglieder von PIUMA sowie alle anderen HIV-positiven Menschen der Region in einer äußerst schwierigen Situation. Über mehrere Jahre wurden im örtlichen Krankenhaus der evangelisch-lutherischen Kirche Tansanias sowohl staatliche Subventionen als auch kirchliche Spendengelder aus Europa veruntreut. Dabei erreichten die Veruntreuungen ein derartiges Ausmaß, dass den PatientInnen eine qualitativ hochwertige und lebensrettende medizinische Versorgung nicht garantiert werden konnte. Mit PIUMA hat sich
in der Region erstmals eine Gruppe von Menschen solidarisiert, um gemeinsam
staatliche und kirchliche Autoritäten zu kritisieren und für
ihr Handeln verantwortlich zu machen. In der Vergangenheit hat die Selbsthilfegruppe
mehrmals öffentlich gegen Korruption und für eine Verbesserung
der medizinischen Versorgung demonstriert. Der Gruppe ist es dabei auch
gelungen die sensible Thematik staatlicher und kirchlicher Korruption
in nationalen Medien zu thematisieren und die Einhaltung ihrer Menschenrechte
öffentlich einzufordern. |
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